Attentat von Berlin

Nach dem Attentat von Berlin

Rechtsstaatliche und moralische Prinzipien einhalten, Ruhe bewahren!

Das ist das Engagement, das nach dem schrecklichen Attentat von Berlin nötig ist.

Der bayrische Ministerpräsident Horst Seehofer instrumentalisiert das Attentat von Berlin, um gegen die Flüchtlingspolitik der Bundesregierung Stimmung zu machen. Dies zu einem Zeitpunkt, an dem zwar über 500 Hinweise auf einen oder die Täter vorliegen, zu dem aber noch komplett nicht klar ist, wer der oder die Täte sind.
Pietätlos und alles andere als zielführend, was hier stattfindet! Ein Hieb gegen alle, die versuchen, sich auf Grundlage unserer rechtsstattlichen Prinzipien, mit Anstand und Würde mit den schrecklichen Geschehnissen von Berlin auseinanderzusetzen. Und: Leider ist das Niveau eines solchen Vorgehens nicht weit von der Twitter-Parole des Rechtspopulisten Pretzell direkt nach den Anschlägen – „Es sind Merkels Tote“ – entfernt.

Bayern ist ein großartiges Land. Viele der Bayern engagieren sich im Sinne des Gemeinwohls – auch und gerade in im Umgang mit Flüchtlingen und anderen Hilfesuchenden. Viele, bzw. die meisten der Menschen in Bayern handeln reflektiert und besonnen. Ein Beispiel dafür ist sicher der Polizeipräsident aus München, Hubertus Andrä, der am Abend des Anschlags von Berlin auf einer Veranstaltung in Frankfurt davon sprach, wie wichtig es ist, in hektischen Situation Ruhe zu bewahren und sich von seinem Verstand und nicht von Emotionen leiten zu lassen (eine Berichterstattung zu der Veranstaltung , siehe auf der Website der Montagsgesellschaft.

Dass aber der Ministerpräsident dieses Landes vorschnell, am Tag nach dem Attentat von Berlin verbale Verurteilungen vollzieht, ist nicht nachvollziehbar. Es ist kein Merkmal eines besonnen und anständigen Politikstils und spielt am Ende den Radikalen die Erfolge in die Hände.

0 Antworten

Hinterlassen Sie einen Kommentar

Wollen Sie an der Diskussion teilnehmen?
Feel free to contribute!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *