Quelle: Tagesschau

Mehr Engagement für Fakten in postfaktischen Zeiten

Wenn ein US-Präsident willkürlich Geschichten über Deutschland und Schweden erfindet oder aber einfach alles, was bei Fox News gesagt wird, für bare Münze nimmt und nachplappert, dann zeigt sich darin nur eine weitere Dimension einer seit längerem bestehenden Entwicklung: Populisten allerorten nehmen sich zunehmend ein Beispiel an Pipi Langstrumpf.

„Ich mach mir die Welt, widde widde wie sie mir gefällt!“

Was bei Pipi Langstrumpf noch sympathisch ist, wird bei erwachsenen Politikern zum Problem: Wo jeder nur noch auf seinen eigenen „alternativen Fakten“ besteht, wird ein gemeinsamer politischer Diskurs unmöglich! Und: Einmal in die Welt gesetzt, bedarf es großer Anstrengungen, die Lügen wieder einzufangen – nirgends sieht man das besser als bei Facebook, Twitter & Co.

Doch zurück zu Trump und dem vermeintlichen Vorfall in Schweden: Der frühere schwedische Außenminister Carl Bildt twittert mit Blick auf Trumps Aussage: „Schweden? Terrorangriff? Was hat er geraucht?“ Das ist lustig, greift jedoch zu kurz. Denn hinter den permanenten Falschaussagen stecken weder Drogen noch Unachtsamkeit – sondern eine bewusste Strategie! Und spätestens nach Trumps Wahlerfolg wissen wir: Diese Strategie kann erfolgreich sein!

Was kann man dagegen tun?

Ganz einfach: Aufklärung, Bildung, Engagement für Fakten! Jeder ist in der Verantwortung, kritisch zu bleiben und einfachen Antworten auf komplexe Fragen mit gesunder Skepsis zu begegnen. Das ist mühsam – aber nur so geht’s!

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