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Weihnachten 2016. Fürchtet Euch nicht. Peace Please.

Auf Inspiration von Erzbischof Koch formuliert der Generalsekretär der CDU Deutschland, Dr. Peter Tauber, einen Tag nach dem schrecklichen Terroranschlage von Berlin, folgende Zeilen:

„Es war Nacht in Berlin. Und auf einmal war da gestern auf dem Breitscheidplatz vor der Gedächtniskirche statt ausgelassener Freude, lautem Lachen, fröhlicher Musik, dem Duft von gebrannten Mandeln und Glühwein nur noch Tod, Angst, Verzweiflung und unendliche Trauer. Die Menschen aber haben miteinander geweint, zueinander gehalten und sich Trost gespendet.

Es ist Nacht in Aleppo und an so vielen anderen Orten. Und noch immer ist dort Sterben, Angst, Hass und Verzweiflung. Wir sehen die Bilder, sind fassungslos und können doch nichts tun. Die Welt schaut zu. Kinder, Frauen und Männer haben dort nichts außer der Hoffnung, dass die Nacht vorübergeht, aber sie ist noch nicht vergangen.

Es war Nacht in Bethlehem. Und da war dieses Kind in der Krippe, dessen Familie sich nach der Geburt aufmachte, um nach Ägypten zu fliehen. Und doch kamen aus aller Herren Länder Könige, die Hirten und die Engel, um es zu preisen und anzubeten. Und sie folgten dabei einem Stern. Der Morgenstern, der sie daran erinnerte, dass in der Mitte der Nacht ein neuer Tag beginnt.

Es ist Nacht in Berlin. Und noch immer ist dort Traurigkeit und Verzweiflung, die nicht zu Hass und Wut führen darf, die manche jetzt wieder schamlos predigen. Wir sollten uns in unserer Traurigkeit festhalten und nicht mehr loslassen, so wie uns Jesus Christus nicht loslässt und nie loslassen wird.

Es ist Nacht in Berlin. Und da ist ein Stern. Und in der Mitte der Nacht beginnt ein neuer Tag.“

Klar ist: Wir machen weiter. Wir fürchten uns nicht. Basis müssen die Werte der Menschlichkeit – ob in Berlin, in Aleppo oder anderswo.

Vor dem Ausbruch des zweiten Irak-Krieges brachte der Frankfurter Künstler Mike Kuhlmann über eine breit angelegte Kampagne den gleichen Anspruch zum Ausdruck.

Mike formulierte es auf seine Art: „Peace Please“ und wird bis heute nicht müde, diese Forderung zu wiederholen.

Frohe Weihnachten! Peace Please!

Attentat von Berlin

Nach dem Attentat von Berlin

Rechtsstaatliche und moralische Prinzipien einhalten, Ruhe bewahren!

Das ist das Engagement, das nach dem schrecklichen Attentat von Berlin nötig ist.

Der bayrische Ministerpräsident Horst Seehofer instrumentalisiert das Attentat von Berlin, um gegen die Flüchtlingspolitik der Bundesregierung Stimmung zu machen. Dies zu einem Zeitpunkt, an dem zwar über 500 Hinweise auf einen oder die Täter vorliegen, zu dem aber noch komplett nicht klar ist, wer der oder die Täte sind.
Pietätlos und alles andere als zielführend, was hier stattfindet! Ein Hieb gegen alle, die versuchen, sich auf Grundlage unserer rechtsstattlichen Prinzipien, mit Anstand und Würde mit den schrecklichen Geschehnissen von Berlin auseinanderzusetzen. Und: Leider ist das Niveau eines solchen Vorgehens nicht weit von der Twitter-Parole des Rechtspopulisten Pretzell direkt nach den Anschlägen – „Es sind Merkels Tote“ – entfernt.

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