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Neue Zahlen für Deutschland: Individueller und gesellschaftlicher Wohlstand wächst

Die Debatte um Ungleichheit, soziale Gerechtigkeit und Wohlstandsverteilung in Deutschland läuft im Wahlkampf-Jahr auf Hochtouren. Im Grunde streiten wir uns dabei um die Frage: Wie gut geht es uns in Deutschland? Während manche Deutschland kurz vor dem sozialen Abstieg sehen, rufen andere paradiesische Zustände aus. Beides stimmt nicht – die Wahrheit liegt wahrscheinlich wie immer in der Mitte.

Neue Studie stimmt positiv: Wohlstand wächst

Neue Zahlen vom Marktforschungsinstitut IPSOS geben nun Anlass zur Hoffnung, dass das Glas dabei wohl eher „halb voll“ als „halb leer“ ist: Sowohl der individuelle als auch der gesellschaftliche Wohlstand in Deutschland sind 2016 weiter gewachsen. Das ist das Ergebnis der Dezember-Erhebung des Nationalen Wohlstandsindex für Deutschland (Ipsos NAWI-D), den Ipsos regelmäßig in Zusammenarbeit mit dem Zukunftsforscher Opaschowski erhebt.

Fast jeder zweite Bundesbürger (49,5%) stuft seinen subjektiv empfundenen Wohlstand als hoch ein. Für jeden Dritten (33,5%) ist das Wohlstandsbefinden auf einem mittleren und für jeden Sechsten (17,0%) auf einem niedrigen Niveau. Auch beim gesellschaftlichen Wohlstand gibt es aus der Sicht der Bürger nennenswerte Verbesserungen. Aspekte wie „friedliches Zusammenleben mit seinen Mitmenschen“, „Bedeutung der Weiterbildung“, „Zusammentreffen mit anderen Kulturen“, sind für die Bürger stärker erfüllt als 2012.

Es geht immer noch besser

Diese Zahlen, die ja auch durch die hohen Beschäftigungszahlen gestützt werden, stimmen insgesamt positiv. Deutlich wird jedoch auch, dass es nach wie vor Dinge zu verbessern gibt: Der ökologische Wohlstand  bleibt nämlich auf dem niedrigen Stand von 2012. Nur eine Minderheit der Deutschen sagt, dass wir wirklich gut mit der Natur umgehen.

Auch Hans-Peter Drews von Ipsos äußert ein differenziertes Fazit: „Insgesamt ist die Entwicklung des Wohlstands für die Menschen in Deutschland aber, auch wenn sie ein wenig in Stocken gekommen ist, positiv. Die Politik sollte versuchen, den Personen zu helfen, denen es nicht gut geht. Sie machen immerhin 17 Prozent der Bevölkerung aus.“

Fazit: In Deutschland geht es uns – gerade auch im Vergleich mit dem Rest der Welt – sehr gut! Das dürfen wir in den aktuellen Debatten nicht vergessen. Das heißt aber natürlich nicht, dass es nicht auch noch besser sein könnte. (Politisches) Engagement ist deshalb weiterhin nötig, um zum Beispiel im Bereich der Ökologie in den nächsten Jahren stärkere Fortschritte zu machen.

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The Good News!

Auch wenn populistische Politikerinnen und Politiker sowie (einige) Medienleute das Gegenteil behaupten: Die Mehrheit der Menschen ist und bleibt in ihren Einstellungen ausgewogen optimistisch und bewertet die europäischen Werte- und Gesellschaftsordnung nach wie vor positiv.

Im globalen Vergleich geht es uns in den Ländern der Europäischen Union gut. Frieden und Freiheit, genauso wie ein weit verbreiteter Wohlstand sind die Grundlage dafür.

Diejenigen, die am lautesten schreien, die uns täglich erklären wollen, dass alles schlecht sei und die Apokalypse kurz bevor stehe, sind in der Minderheit! Und sie bleiben in der Minderheit – auch, wenn sie noch so laut sind und noch so viele besorgniserregende Nachrichten verbreiten. Auch wenn man – insbesondere im Zuge der permanenten „Online-Beschallung“ –  über diverse mediale Kanäle schnell dazu verleitet wird, den Schwarzmalern Glauben zu schenken: Falsche Meldungen werden darüber nicht richtiger.

Schwarzmaler sind in der Minderheit

Umso beruhigender: Die Mehrheit der Menschen in den Mitgliedsstaaten der Europäischen Union hat eine ausgewogene Haltung, die Schwarzmaler sind in der Minderheit.

Allerdings gilt in vielen Redaktionen nach wie vor der Slogan: „Bad news are good news“. Auf der Suche nach der Sensation, dem Spektakel und der Katastrophe (die sich vermeintlich besser verkauft)  kommt es schnell zu einer einseitigen, weil extrem negativen Berichterstattung.

Good News – die Zukunft der Nachrichten

Anders als die vielen Schwarzmaler will „The Good News App“ des Frankfurter Unternehmers Mario von Kelterborn ganz bewusst die positive Energie von Nachrichten nutzen. Denn jeden Tag geschieht in der Welt viel Gutes, Motivierendes und Wunderbares – in der Flut der schlechten Nachrichten gehen diese Geschichten jedoch oft verloren. Die kostenlose Nachrichten-App, die auf einem ehrenamtlichen und gemeinnützigen Projekt basiert, liefert deshalb täglich ausschließlich positive Nachrichten auf das Smartphone. Kurze Geschichten sollen die Neugier der Menschen wecken, um ihnen einen motivierten Start in den Tag zu ermöglichen.

Dabei geht es der Redaktion keineswegs um Schönfärberei, denn damit wäre – ebenso wie mit der Schwarzmalerei – nichts gewonnen. Stattdessen sollen die positiven Geschichten einen Ausgleich in der öffentlichen Wahrnehmung schaffen und uns auf all das aufmerksam machen, was tatsächlich gut läuft.

Aus meiner Sicht ist das – heute mehr denn je – ein enorm wichtiges Projekt. Schon Ludwig Erhard wusste, dass Wirtschaft zu mindestens 50 % Psychologie ist. Aber das gilt nicht nur für die Wirtschaft:

Die Macht einer „self fulfilling prophecy“ wirkt auch in anderen Bereichen. Denn immer wenn wir schon von vornherein davon ausgehen, dass etwas schief gehen wird, dann werden wir (unbewusst) dafür sorgen, dass es auch schief gehen wird.

Aus Engagement wird Apathie. „The Good News App“ zeigt uns einen anderen Weg und macht deutlich, dass es sehr oft gute Gründe dafür gibt, das Glas auch mal als „halb voll“ zu sehen.

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Roman Herzog – „Durch Deutschland muss ein Ruck gehen“

Immer dann, wenn der Tod eines Politikers parteiübergreifend betrauert wird, kann man sich sicher sein: Die Bundesrepublik hat einen besonderen Menschen und außergewöhnlichen Politiker verloren. Der frühere Bundespräsident Roman Herzog ist am Dienstag im Alter von 82 Jahren nach schwerer Krankheit gestorben. Er war von 1994 bis 1999 Staatsoberhaupt und damit der siebte Präsident der Bundesrepublik Deutschland.

Eine markante Persönlichkeit, ein humorvoller Mensch, ein Mann der klaren Worte – so oder ähnlich wurde Herzog in den letzten Tagen von vielen gewürdigt. Die treffendsten Worte hat vielleicht der aktuelle Bundespräsident Joachim Gauck gefunden: Herzog sei ein Mann gewesen, der „das Miteinander in unserer Gesellschaft geprägt und gestaltet“ habe. Und in der Tat: Mit Roman Herzog hat Deutschland einen großen Kämpfer für das Miteinander verloren.

Denn sein großes Engagement und sein steter Einsatz für das gesellschaftliche Miteinander zeichnete Roman Herzog sein Leben lang aus. Das zeigte sich u.a. sehr deutlich bei seinen Besuchen im Warschauer Ghetto und in Auschwitz, wo er äußerst sensibel die lange unterbelichtete Schuld Deutschlands gegenüber Polen in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit rückte: „Kein Land hatte im Zweiten Weltkrieg vergleichbar hohe Opfer zu beklagen wie Polen“. Das war damals ein immens wichtiger Schritt zur Aussöhnung mit Polen, ein bedeutender Grundstein für das nach wie vor unverzichtbare Miteinander in Europa.

Bis heute unvergessen ist natürlich auch die berühmte „Ruck-Rede“ (hier im Wortlaut) vom 26. April 1997. Die entscheidende Passage lautet: „Durch Deutschland muß ein Ruck gehen. Wir müssen Abschied nehmen von liebgewordenen Besitzständen, vor allen Dingen von den geistigen, von den Schubläden und Kästchen, in die wir gleich alles legen. Alle sind angesprochen, alle müssen Opfer bringen, alle müssen mitmachen.“ Bürger und Politiker, Unternehmen und Gewerkschaften – nur gemeinsam könne man die notwendigen Veränderungen angehen und den Reformstau beenden. Wieder zeigt sich Herzog als großer Kämpfer für das gesellschaftliche Miteinander, als Verfechter der gemeinsamen Suche nach einer Lösung.

Auch heute sollten wir die Worte Roman Herzogs beherzigen. Denn wir brauchen einen neuen „Ruck durch Deutschland“, der uns alle wachrüttelt und endlich gemeinsam nach Lösungen suchen lässt. Statt uns immer nur zu beschweren, wie schlimm alles sei, sind wir alle gefordert, die notwendigen Veränderungen mitzugestalten. Oder um es mit Roman Herzog zu sagen: „Alle sind angesprochen, alle müssen mitmachen“!

Attentat von Berlin

Nach dem Attentat von Berlin

Rechtsstaatliche und moralische Prinzipien einhalten, Ruhe bewahren!

Das ist das Engagement, das nach dem schrecklichen Attentat von Berlin nötig ist.

Der bayrische Ministerpräsident Horst Seehofer instrumentalisiert das Attentat von Berlin, um gegen die Flüchtlingspolitik der Bundesregierung Stimmung zu machen. Dies zu einem Zeitpunkt, an dem zwar über 500 Hinweise auf einen oder die Täter vorliegen, zu dem aber noch komplett nicht klar ist, wer der oder die Täte sind.
Pietätlos und alles andere als zielführend, was hier stattfindet! Ein Hieb gegen alle, die versuchen, sich auf Grundlage unserer rechtsstattlichen Prinzipien, mit Anstand und Würde mit den schrecklichen Geschehnissen von Berlin auseinanderzusetzen. Und: Leider ist das Niveau eines solchen Vorgehens nicht weit von der Twitter-Parole des Rechtspopulisten Pretzell direkt nach den Anschlägen – „Es sind Merkels Tote“ – entfernt.

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Frankfurter Altstadt

Welcome: Neue Frankfurter Altstadt!

Danke für das Engagement der Frankfurter Bürger, die diese historischen Wiederbebauung initiiert und letztlich haben Realität werden lassen!

Im Mai 2007 stand das Technische Rathaus noch in unmittelbarer Nähe zum Frankfurter Dom. Aber: Es war entschieden, dass dieses Gebäude, das mit seiner Architektur einst (1971) den Europäischen Architekturpreis gewann, abgerissen werden wird. Zu dieser Zeit stand auch schon fest, wie das Dom-Römer-Areal dann bebaut werden sollte. Es war unter anderem ein Hotel geplant, alles in allem schwebte den Stadtplanern eine moderne Bebauung vor.

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Spendenaktion: FIA läuft und hilft

FIA Spendenaktion: Laufen für Kinder in Frankfurt!

Das Wort Unternehmer kommt von „unternehmen“.

Die FIA Spendenaktion: Laufen für Kinder in Frankfurt! – Maik Weiss, Unternehmer, Partner des genossenschaftlich organisierten B2B-Netzwerks FIA Frankfurt International Alliance startet beim Frankfurt Marathon einen Spendenlauf für die Organisation MainKind e.V. und unterstützt damit hilfsbedürftige Kinder In Frankfurt

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Fanmeile Berlin

Sommermärchen von vor 10 Jahren ist zu Ende

Heute stecken wir offensichtlich mitten im Gruselmärchen.

10 Jahre nach dem internationalen Fest der Fußball-Weltmeisterschaft zeigt sich in Deutschland die Fratze des radikalen, intoleranten und fremdenfeindlichen Deutschen. Damals, beim „Sommermärchen“ schaute die Welt begeistert auf Deutschland, auf seine Weltoffenheit und Toleranz. Viele, die (noch) ein anderes Bild von Deutschland hatten, rieben sich die Augen und fühlten sich dann aber über die positive Stimmung, von den Deutschen ausging, mitgenommen. Es schien, als sei das Bild des radikalen und intoleranten Deutschen endgültig überwunden. Weiterlesen