Beiträge

tombstone-1735439_1920

„Anne Frank-Tag“ in Frankfurt: Engagement für eine bessere Welt

„Wie herrlich ist es, dass niemand eine Minute zu warten braucht, um damit zu beginnen, die Welt langsam zu ändern!“

Anne Frank, 26. März 1944

 

Am 12. Juni 1929 wurde Anne Frank in Frankfurt am Main geboren. Gestern wäre sie also 88 Jahre alt geworden. Mit einem erstmalig stattfindenden „Anne Frank-Tag“ erinnerte die Stadt Frankfurt gestern an die jüdische Autorin und stellte dabei die mutige Botschaft ihres weltberühmten Tagebuchs ins Zentrum des Gedenkens. Veranstaltungen und Kunstaktionen in der Innenstadt sollten zum Nachdenken über „Antisemitismus, Rassismus und Menschenfeindlichkeit“ anregen.

In Frankfurt aufgewachsen, wanderte Anne Frank 1934 mit ihrer Familie in die Niederlande aus, um den Nazis nach deren Machtergreifung zu entkommen. Ab 1942 versteckte sich die Familie Frank in dem mittlerweile berühmten Hinterhaus in Amsterdam, wo sie 1944 entdeckt und verhaftet wurde. 1945, kurz vor Kriegsende, wurde Anne Frank im KZ Bergen-Belsen von den Nazis ermordet.

Während ihrer Zeit im Hinterhaus schrieb Anne Frank über den Judenhass im Nationalsozialismus und den Krieg, über Ungerechtigkeit in der Gesellschaft und immer wieder über die Hoffnung, die Welt möge ein besserer Ort werden.

Dieser Wunsch, der sich auch in dem obigen Zitat äußert, muss heute als Mahnung und Aufforderung verstanden werden: Jeder und jede von uns kann und muss sich engagieren: Gegen Fremdenfeindlichkeit, gegen Rassismus, gegen Antisemitismus. Für Menschlichkeit, für den Dialog, für ein friedliches Zusammenleben.

Der Anne Frank-Tag erinnert uns daran: „Nie wieder!“ – das ist und bleibt unsere Verantwortung.

Attentat von Berlin

Nach dem Attentat von Berlin

Rechtsstaatliche und moralische Prinzipien einhalten, Ruhe bewahren!

Das ist das Engagement, das nach dem schrecklichen Attentat von Berlin nötig ist.

Der bayrische Ministerpräsident Horst Seehofer instrumentalisiert das Attentat von Berlin, um gegen die Flüchtlingspolitik der Bundesregierung Stimmung zu machen. Dies zu einem Zeitpunkt, an dem zwar über 500 Hinweise auf einen oder die Täter vorliegen, zu dem aber noch komplett nicht klar ist, wer der oder die Täte sind.
Pietätlos und alles andere als zielführend, was hier stattfindet! Ein Hieb gegen alle, die versuchen, sich auf Grundlage unserer rechtsstattlichen Prinzipien, mit Anstand und Würde mit den schrecklichen Geschehnissen von Berlin auseinanderzusetzen. Und: Leider ist das Niveau eines solchen Vorgehens nicht weit von der Twitter-Parole des Rechtspopulisten Pretzell direkt nach den Anschlägen – „Es sind Merkels Tote“ – entfernt.

Weiterlesen

Fanmeile Berlin

Sommermärchen von vor 10 Jahren ist zu Ende

Heute stecken wir offensichtlich mitten im Gruselmärchen.

10 Jahre nach dem internationalen Fest der Fußball-Weltmeisterschaft zeigt sich in Deutschland die Fratze des radikalen, intoleranten und fremdenfeindlichen Deutschen. Damals, beim „Sommermärchen“ schaute die Welt begeistert auf Deutschland, auf seine Weltoffenheit und Toleranz. Viele, die (noch) ein anderes Bild von Deutschland hatten, rieben sich die Augen und fühlten sich dann aber über die positive Stimmung, von den Deutschen ausging, mitgenommen. Es schien, als sei das Bild des radikalen und intoleranten Deutschen endgültig überwunden. Weiterlesen